Zur Entwicklung eines naturnahen Flussufers im Bereich der "Landzunge" südlich der Wasserverbindung zwischen Hemelinger See und Weser wurde das Gelände oberhalb der Wasserwechselzone auf einer Breite von ca. 100 m bis auf die eiszeitlichen Sande des Urstromtals abgetragen. Weiterhin ist ein 130 m langer Uferstreifen der Weser mit Flachwasserzone als natürliches Ufer geschaffen worden. Durch die Herstellung von teilweise überfluteten Gewässerrandbereichen mit kleinräumig wechselnden Strukturen wie Röhricht, Sandflächen und Durchflüsse wurde die biologische Vielfalt erhöht und neue, wertvolle Lebensräume für Flora und Fauna in der Weseraue geschaffen.

Ziel ist, in einem weiteren Abschnitt der Lebensader Weser (Bremen) die ehemals naturnahen Verhältnisse als Pionierstadium herzustellen und Lebensräume für die dort typische Tier- und Pflnazenwelt zu entwickeln sowie die Erlebbarkeit und Attraktivität der Flusslandschaft zu verbessern. Die Uferstrukturen werden durch zwei Maßnahmen renaturiert:

Der Uferabschnitt zwischen Fuldahafen und Hemelinger Sporthafen wird auf einer Länge von ca. 100 m zu einem natürlichen Sandufer in einer flachen Neigung umgestaltet.

Leistungen

  • Kartierungen Flora / Biotoptypen
  • Eingriffsregelung
  • Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
  • FFH-Vorprüfung
  • Entwurf und Ausführungsplanung
  • Beantragung EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung)
  • Baubegleitung

Kenndaten

Auftraggeber
Bremischer Deichverband am rechten Weserufer
Träger
Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
Planungsumfang
ca. 5 ha
Bearbeitungszeitraum
2010 - 2012
Bauvolumen
ca. 520.000 Euro netto