A 281 - Zwischen Hightech, Laubenpieper und Natura 2000

Wettbewerb, Würdigung

Die Autobahneckverbindung A 281 Bauabschnitt 3 dient der verbesserten Erschließung des Güterverkehrszentrums und der Häfen in Bremen. Planerische Herausforderung war u.a. die städtebauliche Einbindung der Autobahn in das Umfeld und die Steuerung der Naturschutz-Belange, da der westliche Abschnitt zwischen Siedlungsrand und einem NATURA 2000-Schutzgebiet verläuft.

A 281 - Zwischen Hightech, Laubenpieper und Natura 2000

Wettbewerb, Würdigung

Die Autobahneckverbindung A 281 Bauabschnitt 3 dient der verbesserten Erschließung des Güterverkehrszentrums und der Häfen in Bremen. Planerische Herausforderung war u.a. die städtebauliche Einbindung der Autobahn in das Umfeld und die Steuerung der Naturschutz-Belange, da der westliche Abschnitt zwischen Siedlungsrand und einem NATURA 2000-Schutzgebiet verläuft.

Kenndaten

Kenndaten

Auslober
Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, Berlin

Planungsumfang
BA 3/1 ca. 2,4 km Länge
BA 3/2 ca. 4,2 km Länge

Wettbewerb

Deutscher Landschaftsarchitekturpreis,
Februar 2013

Auszeichnung

Würdigung Sonderpreis "Infrastruktur und Landschaft"

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weitere Auszeichnung
BSVI-Preis 2010 "Straße und Umwelt"

Referenz
Verlegung Mühlenhauser Fleet


Aufbauend auf die fachliche Begleitung des Planfeststellungsverfahrens (Erstellung UVS und LBP) durch die planungsgruppe grün erfolgte die Erarbeitung der Objektplanung.
Planungsziele des 3. Bauabschnitts (Verkehrsfreigabe für den BA 3/1 bzw. Realisierungsbeginn des BA 3/2 im Jahr 2008) waren die Minimierung der Eingriffe (Vermeidungsgebot) durch minimale Querschnittsgestaltung und Einbindung der Autobahn mit ökologisch gestalteten Verwallungen sowie die Vernetzungen der Freiräume (Wege, Grünzüge), der Natur (Gewässer, Feuchtbiotope) und der beteiligten Akteure. Die umgebungsbezogene Gestaltung und Vernetzung der angrenzenden Wohnquartiere und Freiräume erfolgte durch Querungsmöglichkeiten, ökologisch aufgewertete Grünzüge und neu belebte Wegebeziehungen in die offene Landschaft.
Die Schaffung von Ausweichhabitaten für Flora und Fauna der Gewässer, Ufer, Röhrichte und Ruderalfluren im Vorfeld der Straßenbaumaßnahme in einem Verbund von Feuchtbiotopen als auch die Verbesserung der Biotopstrukturen innerhalb des Bremer Feuchtgrünlandgürtels abseits der Trasse zählen zu den Maßnahmen der ökologischen Durchlässigkeit. In einem interdisziplinären Workshop wurde dazu der Lösungsansatz zur „Ökologischen Gestaltung des Mühlenhauser Fleetes“ erarbeitet. Darüber hinaus hat die frühzeitige Beteiligung des Ortsbeirates und die Vereinsgründung des „Pusdorfer Meile e.V.“ für die Entwicklung eines wohnungsnahen Grünzuges Akteure frühzeitig in den Planungsprozess einbinden können.
Das Projekt ist 2013 im BDLA-Preis in der Sonderpreis-Kategorie „Infrastruktur und Landschaft“ mit einer Würdigung als herausragende Planungsleistung prämiert worden.

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