Bei den Ausgleichsmaßnahmen und der Verstärkung des Hauptdeiches am Langwarder Groden handelt es sich um einen Projektkomplex aus Kompensationsmaßnahmen, Deichbau und Bodenabbau. Erstgenannte waren für erhebliche Beeinträchtigungen von Lebensräumen und ihrer Fauna im Außendeichsbereich des Jadebusens durch die Errichtung des Tiefwasserhafens JadeWeserPort in Wilhelmshaven sowie der Deichverstärkungen Cäciliengroden (1995 - 2000) und Augustgroden (2000 - 2004) entstanden, für die Ersatzmaßnahmen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer zu planen und realisieren waren.
Die Beratung einer projektbegleitenden Arbeitsgruppe durch unser Planungsbüro hatte zum Ziel, die Akzeptanz für die geplanten Maßnahmen zu schaffen. Als Maßnahmenergänzung ist die Planung eines zusätzlichen Naturerlebniskonzeptes NaturErleben Langwarder Goden für Einheimische und Gäste mit Fördermitteln des Landes Niedersachsen realisiert worden.Das Projekt ist im Juni 2015 mit dem 2. Preis des IAPH Environment-Award 2015 (Bewerbung des JadeWeserPort mit einem Umweltschutz-/Nachhaltigkeitsprojekt) ausgezeichnet worden.

Leistungen

  • Analyse der Kompensationserfordernisse aus 3 Planfeststellungsbeschlüssen
  • Aufarbeitung der Grundlagendaten (Hydrologie, Höhenverhältnisse, Vegetation)
  • Erarbeitung der Vegetationsprognose, basierend auf standörtlichem Entwicklungspotential
  • Entwicklung Leitbild, Vor-/Entwurf unter Berücksichtigung der Kompensationserfordernisse / des Nationalparkgesetzes sowie Konzeptentwicklung inkl. Eingriffsbilanz
  • Fachliche Beratung der Arbeitsgruppe mit dem Ziel, Einvernehmen zu erzielen
  • Präsentation des Konzeptes
  • Planfeststellungsverfahren - Abstimmungsverfahren
  • Ausführungsplanung Kompensationsmaßnahmen
  • Ausschreibung / Mitwirkung Vergabe für Kompensationsmaßnahmen und Hauptdeichverstärkung
  • Umweltbaubegleitung
  • Monitoringkonzept und Durchführung Monitoring

Kenndaten

Auftraggeber
JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG, II. u. III. Oldenburgische Deichband
Projektkoordination
NLWKN Brake
Planungsumfang
ca. 148 ha
Bearbeitungszeitraum
2007 - 2014 / Monitoring 2015 - 2026
Bauvolumen
ca. 8 Mio. Euro netto
Auszeichnung
2. Preis IAPH-Award 2015